Samstag, 21. März 2009

Frühlingsgefühle


Die Knospen sprießen, die Blumen blühen, die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern, die Leute lachen, die Wiesen grünen, die Tage werden länger, die Winterstiefel wandern in den Kasten, die Bäume bekommen wieder Blätter, Buschwindrösschen, Krokusse und Veilchen überall, wohlige Wärme…

Er ist wieder da…

Dienstag, 3. März 2009

Glückskekse

Jeder kennt ihn, den kleinen Keks mit den etwas unbeholfen formulierten Weisheiten, den es immer beim Chinesen gibt. Doch was hier zu Lande immer mehr an Popularität gewinnt, kennt in China bis heute kaum jemand.

Beim New Yorker Weltmarktführer Wonton Food Inc. werden täglich über 4 Millionen Glückskekse produziert. Seit kurzem werden die Kekse auch mit negativen Vorhersagen versehen. Schließlich sollen die fernöstlich klingenden Sprüche ja nicht an Glaubwürdigkeit verlieren.

Aber woher kommt der Glückskeks nun wirklich?
Erfunden wurde dieser nicht von einem Chinesen sondern einem Japaner und zwar einem Landschaftsgärtner namens Makato Hagiwara. Vor knapp 100 Jahren besaß der einen Teegarten, wo er seinen Gästen immer einen Glückskeks zum Tee reichte. Dieser fand schnell Nachahmer und ist deshalb heute jedermann bekannt.

So viel zur Geschichte des Glückskeks…

Samstag, 28. Februar 2009

„Von Frauenrechten und Kirchenmännern“

„Die Wahl für oder gegen eine Schwangerschaft ist eine zutiefst persönliche Entscheidung einer jeden Frau [...].“, so schreibt die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in ihrem Leserbrief im STANDARD am 16.2.2009. Wohl eine wahre Aussage, an der es nicht zu zweifeln gilt.

Wie die Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ, Frau Prammer, in ihrem Text erwähnt, war die Frage des Schwangerschaftsabbruchs bereits in den 70-er Jahren heftig umstritten und löste starke Konflikte aus. Pille und Fristenlösung verhalfen den Frauen damals zu mehr Selbstständigkeit und Eigenbestimmung. Nun will der designierte Weihbischof Gerhard Maria Wagner den Frauen dieses hart erkämpfte Recht wieder streitig machen. Indem er sie als „Mörderinnen“ bezeichnet und sie damit dem schlimmsten Verbrechen überhaupt beschuldigt, setzt er die Betroffenen unter starken moralischen Druck. Frau Prammer wirft die Frage auf, ob sich der Linzer Bischof der Konsequenz seiner Aussagen überhaupt bewusst ist. Wohl kaum, denn sonst würde er die schlimmen Folgen, die ein solches Abtreibungsverbot nach sich ziehen kann, nicht außer Acht lassen: illegale Abtreibungsversuche, gesundheitliche Schäden bis hin zum Tod. Soll dies im Sinne der katholischen Kirche sein? Meiner Meinung nach bedeuten solche Äußerungen einen Rückschritt, der die Entscheidungsfreiheit und damit die Rechte der Frauen stark einschränkt. Schließlich liegt die Hauptverantwortung gegenüber dem Kind bei der Mutter und nicht jede Frau befindet sich in einer Ausgangssituation, die es ihr ermöglicht dem Kind ein gutes Leben zu bieten.

Mit dieser konservativen Denkweise, die völlig an der Realität vorbei geht, wird die katholische Kirche in Zukunft weder an Glaubwürdigkeit noch an Mitgliedern gewinnen.

Montag, 23. Februar 2009

Reis für die Dritte Welt


Neulich habe ich eine tolle Internetseite entdeckt, die ich gerne kurz vorstellen möchte. Auf www.freerice.com kann man Reiskörner für die Dritte Welt spenden und zwar durch Vokabelübungen.

Es gibt englische, deutsche, italienische, französische und spanische Vokabeltrainer. Für jede richtige Antwort werden 20 Körner Reis gespendet. Das ganze wird von unzähligen Unternehmen (Apple, Americen Express, Uniliver etc.), die auf der Seite werben, gesponsort. FreeRice verfolgt zwei Ziele: einerseits möchten sie kostenlose Bildungsmöglichkeiten für jedermann (und -frau) anbieten und andererseits wollen sie dazu beitragen den Hunger auf dieser Welt zu stoppen. Und das Konzept funktioniert hervorragend. Seitdem FreeRice im Oktober 2007 ins Leben gerufen wurde, konnte man mehr als zwei Millionen Menschen mit den erzielten Erträgen ernähren. Im Januar 2009 lag der Stand, der erspielten Reiskörner bei 2,416,239,520. Neben den Vokabeltrainern werden auch noch Fragekategorien wie Kunst, Mathe und Geografie angeboten. Ist also für jeden was dabei!

Täglich sterben laut Angaben der Vereinten Nationen 25 000 Menschen an den Folgen des Hungers, die meisten davon sind Kinder. Das heißt, absofort wird Vokablen gelernt, um fleißig Reiskörner zu spenden.

Freitag, 13. Februar 2009

Bilder, die lügen

Vor kurzem besuchten wir mit der Psychologiegruppe eine Ausstellung der ganz besonderen Art: „Bilder, die lügen“.

Heutzutage sind die Möglichkeiten der Bildbearbeitung riesig. Verschwommene Urlaubsbilder werden im Nu zu perfekten Erinnerungsfotos und rote Augen gehören schon lange der Vergangenheit an. Doch nutzen nicht nur Privatpersonen die unbegrenzte Welt der Bildbearbeitung. Vor allem die Medien bedienen sich gerne mal verschiedener Bearbeitungsprogramme. Da stellt man sich doch die Frage: Wie objektiv können Bilder sein?

Spätestens seit der Medienberichterstattung über den Irak-Krieg ist das Thema der Manipulierbarkeit von Bildern wieder in die Öffentlichkeit gerückt. Es wurden Bilder gezeigt, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen und dann von den jeweiligen Kriegsparteien interpretiert wurden.
Fotos sind teilweise gestellt um den sowieso schon grausamen Krieg noch dramatischer darzustellen. Personen, die nicht ins Bild passen, verschwinden ganz einfach. Getötete Soldaten, die bereits abgedeckt und transportbereit gemacht wurden, werden nochmals auf dem Boden gelegt und fotografiert.

Allerdings werden wir nicht nur von veränderten oder inszenierten Bildern getäuscht. Auch falsche Informationen, die einem Bild beigefügt werden, können es zu einer Lüge machen. Es ist erwiesen, dass der Großteil, der Zeitungsleser nur die Bilder und die Überschriften eines Artikels anschauen. So kann man sich nur annähernd vorstellen, wie oft wir täglich durch Verfälschung von Text- und Kontextbezügen manipuliert werden.

Es war eine sehr interessante Ausstellung. Über 300 Beispiele von manipulierten Bildern haben mir bewusst gemacht, wie wichtig es ist, Bildquellen kritisch zu hinterfragen, die Texte genau durchzulesen und auf ihre Zusammenhänge zu überprüfen. Nichts ist eindrucksvoller und verankert sich mehr in unseren Köpfen als Bilder, doch Gewissheit, ob sie tatsächlich der Realität entsprechen, wird nicht mehr gegeben.




Die Fotografie entstand im März 1976 in Leipzig. Es zeigt Kinder einer Kinderstätte nach dem gemeinsamen Bad in gestreiften Frotteeanzügen.

In dem abgebildeten Broschüre wird es im Juni 1978 mit folgendem Text veröffentlicht:
"Kinder in Häftlingskleidung. Ein aus einem Sowjet-KZ in der UdSSR geschmuggeltes Bild. Die Kinder wurden in einem Häftlingslager geboren und wachsen dort auf, bis die Eltern einmal entlassen werden."

Mittwoch, 28. Januar 2009

leer - leerer - Andreas Kopf


Vom schlechten Gewissen geplagt, hat es mich heute wieder einmal auf meinen Blog geführt. Noch schlimmer als befürchtet ist mein letzter Eintrag nun schon fast 1 ½ Monate her. Aber was soll man machen? Leider erinnert mein Kopf momentan sehr an diese Flasche Mineralwasser, die hier vor mir steht – absolute Leere.
Ich überlege mir, was Spannendes passiert ist in letzter Zeit, etwas über das es Wert wäre einen Eintrag zu schreiben. Doch das einzige was mir im Kopf herum schwirrt ist unsere vergiftete Schule, Bewerbungen, die ich noch verschicken sollte und noch mehr solche belanglose Dinge. Nun reicht es mir für heute. Ich bin mir sicher: produktivere Zeiten und sinnvollere Blog-Einträge werden folgen.

Samstag, 13. Dezember 2008

Globalisierung


Nachdem wir gestern den Film „Lets make money“ angeschaut haben und mich das Thema Globalisierung nicht mehr los lässt, möchte ich einen Eintrag darüber verfassen. Schockiert haben mich die Folgen der weltweiten Verflechtung und noch mehr schockiert hat mich, dass der Film die meisten Schüler kaum interessiert hat. Schließlich machen die negativen Seiten der Globalisierung vor keinem von uns halt.

Wir können über das Internet mit Leuten aus der ganzen Welt kommunizieren, wir können das ganze Jahr über frisches Obst essen, wir können billige Kleidung aus China oder Indien kaufen, wir können zu relativ günstigen Preisen Tee und Kaffee genießen, wir können die ganze Welt bereisen. Jaja, viele Vorteile bringt die Globalisierung mit sich. Die Frage ist nur, welchen Preis die Menschen in den Entwicklungsländern dafür bezahlen müssen?

So rasant wie nie zuvor wächst die Wirtschaft. Diesen „Boom“ verdanken wir ganz klar der Globalisierung. Wir verdanken auch ganz klar der Globalisierung, dass die Kluft zwischen arm und reich so groß ist wie nie zuvor. Wem nützt denn die Globalisierung was? Bestimmt nicht den Arbeitern aus Afrika, von denen die meisten weniger als einen Dollar pro Tag verdienen und mit diesem Geld noch viele andere Leute ernähren müssen. Fakt ist, dass die Armut noch mehr ansteigen wird. „In den nächsten 10 Jahren werden in Afrika südlich der Sahara an die 116 Mio und in Lateinamerika etwa 52 Mio Menschen mehr zum Heer der Armen gehören als heute.“ (Prof. Dr. Helmut Altvater,
http://www.zeit.de/politik/altvater_hamburg, 13.12.08) Die Unmengen von Geld, die jährlich durch die Ausbeutung der Menschen aus den Entwicklungsländer oder Emerging Countries (wie auch immer der neue Begriff wieder lautet) gescheffelt werden, landen lediglich auf den Konten der ganz Reichen. Wie wir gestern im Film erfahren haben, sind das wahrscheinlich nicht einmal 3 % der Weltbevölkerung.

Eine Zahl die uns zu denken geben sollte. Ein Thema das uns interessieren sollte. Obwohl ich nicht weiß, ob das Interesse von ein paar Schülern, etwas an dieser riesigen Ungerechtigkeit ändern könnte.