Mittwoch, 25. März 2009

Gandhi


In meinem heutigen Blog-Eintrag möchte ich die Geschichte einer besonderen Persönlichkeit erzählen, Mahatma Gandhi.

Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 unter dem Namen Mohandas Karamchand in Indien geboren. Als Sohn einer wohlhabenden Familie wurde er mit dreizehn Jahren verheiratet.

Sein Wunsch war es Jura in Großbritannien zu studieren, doch die Kaste akzeptierte, da er im Ausland nicht „rein“ leben könnte, seine Entscheidung nicht. Gandhi widersetzte sich der Kaste und wurde daraufhin aus ihr ausgeschlossen.

Während seiner Studienzeit beschäftigte er sich viel mit dem Hinduismus. Dieser nahm immer mehr Bedeutung in seinem Leben ein, trotzdem erkannte er die anderen Religionen an. Als er sein Studium beendete und wieder nach Indien zurückkehrte, war es im wegen dem Ausschluss aus der Kaste nicht möglich eine Existenz aufzubauen. Bis ihm 1893 eine Stelle als Anwalt in Südafrika angeboten wurde.

In Südafrika erlebte Gandhi erstmals die Diskriminierung der Weißen gegenüber den Indern. Nachdem er sein Geschäftsleben erfolgreich meisterte, konnte er sich in der indischen Gemeine behaupten. Dort hielt er erste Reden vor Publikum, sein Ziel war es, die Diskriminierung der Inder ein Ende zu setzen.

Drei Jahre später kehrte er wieder zurück in sein Heimatland. Er verfasste Schreiben über die Situation der Inder in Südafrika, die weltweit Anerkennung fanden. Als er kurze Zeit später gebeten wurde nach Südafrika zu kommen, reiste er sofort ab. 1894 gründete er den Natal Indian Congress und am 13. November leitete er einen Protestmarsch.

1915 kehrte Gandhi, nach 20 Jahren im Ausland, zurück nach Indien. Dort verlieh man ihm den Ehrentitel „Mahatma“, was soviel wie „große Seele“ bedeutet. Doch Gandhi hielt sich nicht für würdig diesen Titel zu tragen.

Ab 1920 kämpfte er mit passivem Widerstand mit dem National Congress für die Unabhängigkeit Indiens. 1922 verurteilte man ihn zu 6 Jahren Haft, jedoch wurde er nach 2 Jahren wegen einer Blinddarmentzündung wieder entlassen. Nach seinem Gefängnisaufenthalt zog sich Gandhi aus dem politischen Leben zurück.

1942 wurde er ein zweites Mal inhaftiert, als er die sofortige Unabhängigkeit Indiens forderte. Am 3. Juni 1947 war es schließlich so weit, der britische Premierminister Attlee verkündete die Unabhängigkeit Indiens. Leider auch die verhängnisvolle Teilung in das hinduistische Indien und das Moslemische Pakistan, die Gandhi strikt ablehnte.

Am 30. Jänner 1948 wird Mahatma Gandhi bei einem Gebetstreffen in Neu-Delhi von einem fanatischen nationalistischen Hindu erschossen.

Das war nun die Geschichte eines faszinierenden Menschen, der es ganz ohne Gewalt Großes bewirkte und heute zu einem der wichtigsten Vorbilder der Menschheit zählt.

Samstag, 21. März 2009

Frühlingsgefühle


Die Knospen sprießen, die Blumen blühen, die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern, die Leute lachen, die Wiesen grünen, die Tage werden länger, die Winterstiefel wandern in den Kasten, die Bäume bekommen wieder Blätter, Buschwindrösschen, Krokusse und Veilchen überall, wohlige Wärme…

Er ist wieder da…

Dienstag, 3. März 2009

Glückskekse

Jeder kennt ihn, den kleinen Keks mit den etwas unbeholfen formulierten Weisheiten, den es immer beim Chinesen gibt. Doch was hier zu Lande immer mehr an Popularität gewinnt, kennt in China bis heute kaum jemand.

Beim New Yorker Weltmarktführer Wonton Food Inc. werden täglich über 4 Millionen Glückskekse produziert. Seit kurzem werden die Kekse auch mit negativen Vorhersagen versehen. Schließlich sollen die fernöstlich klingenden Sprüche ja nicht an Glaubwürdigkeit verlieren.

Aber woher kommt der Glückskeks nun wirklich?
Erfunden wurde dieser nicht von einem Chinesen sondern einem Japaner und zwar einem Landschaftsgärtner namens Makato Hagiwara. Vor knapp 100 Jahren besaß der einen Teegarten, wo er seinen Gästen immer einen Glückskeks zum Tee reichte. Dieser fand schnell Nachahmer und ist deshalb heute jedermann bekannt.

So viel zur Geschichte des Glückskeks…

Samstag, 28. Februar 2009

„Von Frauenrechten und Kirchenmännern“

„Die Wahl für oder gegen eine Schwangerschaft ist eine zutiefst persönliche Entscheidung einer jeden Frau [...].“, so schreibt die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in ihrem Leserbrief im STANDARD am 16.2.2009. Wohl eine wahre Aussage, an der es nicht zu zweifeln gilt.

Wie die Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ, Frau Prammer, in ihrem Text erwähnt, war die Frage des Schwangerschaftsabbruchs bereits in den 70-er Jahren heftig umstritten und löste starke Konflikte aus. Pille und Fristenlösung verhalfen den Frauen damals zu mehr Selbstständigkeit und Eigenbestimmung. Nun will der designierte Weihbischof Gerhard Maria Wagner den Frauen dieses hart erkämpfte Recht wieder streitig machen. Indem er sie als „Mörderinnen“ bezeichnet und sie damit dem schlimmsten Verbrechen überhaupt beschuldigt, setzt er die Betroffenen unter starken moralischen Druck. Frau Prammer wirft die Frage auf, ob sich der Linzer Bischof der Konsequenz seiner Aussagen überhaupt bewusst ist. Wohl kaum, denn sonst würde er die schlimmen Folgen, die ein solches Abtreibungsverbot nach sich ziehen kann, nicht außer Acht lassen: illegale Abtreibungsversuche, gesundheitliche Schäden bis hin zum Tod. Soll dies im Sinne der katholischen Kirche sein? Meiner Meinung nach bedeuten solche Äußerungen einen Rückschritt, der die Entscheidungsfreiheit und damit die Rechte der Frauen stark einschränkt. Schließlich liegt die Hauptverantwortung gegenüber dem Kind bei der Mutter und nicht jede Frau befindet sich in einer Ausgangssituation, die es ihr ermöglicht dem Kind ein gutes Leben zu bieten.

Mit dieser konservativen Denkweise, die völlig an der Realität vorbei geht, wird die katholische Kirche in Zukunft weder an Glaubwürdigkeit noch an Mitgliedern gewinnen.

Montag, 23. Februar 2009

Reis für die Dritte Welt


Neulich habe ich eine tolle Internetseite entdeckt, die ich gerne kurz vorstellen möchte. Auf www.freerice.com kann man Reiskörner für die Dritte Welt spenden und zwar durch Vokabelübungen.

Es gibt englische, deutsche, italienische, französische und spanische Vokabeltrainer. Für jede richtige Antwort werden 20 Körner Reis gespendet. Das ganze wird von unzähligen Unternehmen (Apple, Americen Express, Uniliver etc.), die auf der Seite werben, gesponsort. FreeRice verfolgt zwei Ziele: einerseits möchten sie kostenlose Bildungsmöglichkeiten für jedermann (und -frau) anbieten und andererseits wollen sie dazu beitragen den Hunger auf dieser Welt zu stoppen. Und das Konzept funktioniert hervorragend. Seitdem FreeRice im Oktober 2007 ins Leben gerufen wurde, konnte man mehr als zwei Millionen Menschen mit den erzielten Erträgen ernähren. Im Januar 2009 lag der Stand, der erspielten Reiskörner bei 2,416,239,520. Neben den Vokabeltrainern werden auch noch Fragekategorien wie Kunst, Mathe und Geografie angeboten. Ist also für jeden was dabei!

Täglich sterben laut Angaben der Vereinten Nationen 25 000 Menschen an den Folgen des Hungers, die meisten davon sind Kinder. Das heißt, absofort wird Vokablen gelernt, um fleißig Reiskörner zu spenden.

Freitag, 13. Februar 2009

Bilder, die lügen

Vor kurzem besuchten wir mit der Psychologiegruppe eine Ausstellung der ganz besonderen Art: „Bilder, die lügen“.

Heutzutage sind die Möglichkeiten der Bildbearbeitung riesig. Verschwommene Urlaubsbilder werden im Nu zu perfekten Erinnerungsfotos und rote Augen gehören schon lange der Vergangenheit an. Doch nutzen nicht nur Privatpersonen die unbegrenzte Welt der Bildbearbeitung. Vor allem die Medien bedienen sich gerne mal verschiedener Bearbeitungsprogramme. Da stellt man sich doch die Frage: Wie objektiv können Bilder sein?

Spätestens seit der Medienberichterstattung über den Irak-Krieg ist das Thema der Manipulierbarkeit von Bildern wieder in die Öffentlichkeit gerückt. Es wurden Bilder gezeigt, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen und dann von den jeweiligen Kriegsparteien interpretiert wurden.
Fotos sind teilweise gestellt um den sowieso schon grausamen Krieg noch dramatischer darzustellen. Personen, die nicht ins Bild passen, verschwinden ganz einfach. Getötete Soldaten, die bereits abgedeckt und transportbereit gemacht wurden, werden nochmals auf dem Boden gelegt und fotografiert.

Allerdings werden wir nicht nur von veränderten oder inszenierten Bildern getäuscht. Auch falsche Informationen, die einem Bild beigefügt werden, können es zu einer Lüge machen. Es ist erwiesen, dass der Großteil, der Zeitungsleser nur die Bilder und die Überschriften eines Artikels anschauen. So kann man sich nur annähernd vorstellen, wie oft wir täglich durch Verfälschung von Text- und Kontextbezügen manipuliert werden.

Es war eine sehr interessante Ausstellung. Über 300 Beispiele von manipulierten Bildern haben mir bewusst gemacht, wie wichtig es ist, Bildquellen kritisch zu hinterfragen, die Texte genau durchzulesen und auf ihre Zusammenhänge zu überprüfen. Nichts ist eindrucksvoller und verankert sich mehr in unseren Köpfen als Bilder, doch Gewissheit, ob sie tatsächlich der Realität entsprechen, wird nicht mehr gegeben.




Die Fotografie entstand im März 1976 in Leipzig. Es zeigt Kinder einer Kinderstätte nach dem gemeinsamen Bad in gestreiften Frotteeanzügen.

In dem abgebildeten Broschüre wird es im Juni 1978 mit folgendem Text veröffentlicht:
"Kinder in Häftlingskleidung. Ein aus einem Sowjet-KZ in der UdSSR geschmuggeltes Bild. Die Kinder wurden in einem Häftlingslager geboren und wachsen dort auf, bis die Eltern einmal entlassen werden."

Mittwoch, 28. Januar 2009

leer - leerer - Andreas Kopf


Vom schlechten Gewissen geplagt, hat es mich heute wieder einmal auf meinen Blog geführt. Noch schlimmer als befürchtet ist mein letzter Eintrag nun schon fast 1 ½ Monate her. Aber was soll man machen? Leider erinnert mein Kopf momentan sehr an diese Flasche Mineralwasser, die hier vor mir steht – absolute Leere.
Ich überlege mir, was Spannendes passiert ist in letzter Zeit, etwas über das es Wert wäre einen Eintrag zu schreiben. Doch das einzige was mir im Kopf herum schwirrt ist unsere vergiftete Schule, Bewerbungen, die ich noch verschicken sollte und noch mehr solche belanglose Dinge. Nun reicht es mir für heute. Ich bin mir sicher: produktivere Zeiten und sinnvollere Blog-Einträge werden folgen.